Zuschriften, die uns von anderen degewo-"Geschädigten" erreichen (diese müssen nicht zwangsläufig den Ansichten unserer Bürgerinitiative entsprechen):



Karsten aus Köpenick



»Liebe Bürgerinitiative, was mir gestern Abend beim Joggen begegnete, war schon schräg: Im Kietzer Feld auf einer Wiese an der Grünen Trift, sah ich viele Menschen um ein bestrahltes Baumpaar. Dazwischen bunte Lichter in deren Schein die Berliner Tenöre zu Halbplayback bekannte Melodien trällerten. Zum Schluss der drolligen Veranstaltung, erfuhr man durch die Moderation, dass es sich um eine weihnachtliche Aufmerksamkeit der degewo handelte. In Zeiten von Corona wolle man den Mietern etwas Vorweihnacht in den Kietz bringen. Alle sollten gesund und munter bleiben, auch im nächsten Jahr. Irgendein Typ von der degewo war auch vor Ort. Hier möchte sich wohl die degewo mit weihnachtlicher Nächstenliebe bei den Mietern einschleimen um von ihrem unheilbringenden Vorhaben abzulenken, von deren Anfang man sich kurioser Weise, genau gegenüber der lieb gemeinten degewo Veranstaltung, ein Bild machen konnte:
Vom Abriss der Garagen an der Grünen Trift.«



M. P. B. aus Köpenick



»Seit vergangenem Herbst wohne ich im Kietzer Feld, bin Mieterin einer Wohnung der degewo. Ich hatte mich gefreut, von der lauten und (inzwischen dicht bebauten) Lindenstraße weg in ruhiges Wohnumfeld zu ziehen, um von meinem neuen Balkon aus einen freien Blick zu haben. Das geht wirklich gut. Noch! Wenn hier aber in Kürze die Wiese und der Spielplatz neuen Häusern weichen muss, wird es nicht nur eng für meinen Weitblick, sondern mit den Bauvorhaben der degewo wird das gesamte Ambiente eines gewachsenen Wohngebietes zerstört. Ich denke insbesondere an die älteren Menschen im Kietz, die ihren Lebensabend im grünen Umfeld in Ruhe genießen wollen, frage mich aber auch, wo wir alle künftig unsere Autos parken sollen, wie lange wir im Stau stehen, ehe wir aus der Wendenschloßstraße rauskommen und wie weit der Weg zum nächsten Arzt ist, wenn hier über tausend Menschen mehr im Kietz ansässig sind.
Über ihre geplante „Nachverdichtung von Wohnraum“ hat mich die degewo übrigens weder bei der Wohnungsbesichtigung noch bei Abschluss des Mietvertrages in Kenntnis gesetzt.«



Dietmar aus Marzahn



»Hallo, ich bin ebenfalls ein Geschädigter der rücksichtslosen DEGEWO-Verdichtungspolitik. Vor drei Jahren versuchten wir per Bürgerinitiative das Projekt zu stoppen. Heute haben wir einen monumentalen Wohnblock der DEGEWO „vor der Nase“. Noch „besser“: Die Balkone der neuen Eckwohnungen in diesem Block sind kaum 5 (!) Meter von unseren Schlafzimmerfenstern entfernt.
Danke DEGEWO, danke Herr Müller für das absolut rücksichtslose Vorgehen, unterstützt von der „linken“ Bezirksbürgermeisterin Pohle. Pohle sagte der Initiative beim Gespräch „die sollen sich nicht so haben, selber wohne ich auch in der Platte“. Also, die Linken sind bevölkerungsverbunden heißt es. Ich sehe hier das Gegenteil.
Zu besichtigen in 12683 Marzahn, Buckower Ring Nr. 9.«

Jetzt schnell die Petition der Vereinigten Berliner Bürgerinitiativen zeichnen:






Wieso? Weshalb? Warum?


Wieso soll der Neubau einer Wohnanlage im ersten Bauabschnitt von 9 klobigen Fünfgeschossern innerhalb des Wohngebiets Kietzer Feld nach § 34 Baugesetzbuch genehmigungsfähig sein?
Weil die Leitung des Fachbereichs Stadtplanung das im zweiten Quartal 2018 und im ersten Quartal 2019 zugesagt hat.
[Hier der Beweis]

Weshalb gibt es keine Bauvoranfrage zu diesem Bauvorhaben, so dass der Fachausschuss der BVV früher davon erfahren hätte und Anlieger als Beteiligte rechtzeitig Widerspruch einlegen könnten?
Weil die Leitung des Fachbereichs Stadtplanung im ersten Quartal 2019 darauf verzichtet hat.

Warum soll der zusätzliche Autoverkehr über die nur provisorisch befestigte Grüne Trift geleitet werden, die bei Regen grossflächig unter Wasser steht und der von Kindern und Jugendlichen bevorzugte Radweg ist?
Weil die Verkehrsplanung des Fachbereichs Stadtplanung genau das im zweiten Quartal 2018 verlangt hat.
[Hier der Beweis]

Und wie erklärt das Stadtplanungsamt, dass sich das Bauvorhaben nach den Kriterien des § 34 Baugesetzbuch in die nähere Umgebung einfügt?
Indem es das städtebaulich und architektonisch planvoll angelegte Wohngebiet Kietzer Feld zum unbeplanten Innenbereich erklärt, die nähere Umgebung falsch bestimmt, dessen Eigenart verkennt, die bauliche Nutzung statt am Bestand am Ergebnis mißt und die städtebauliche Konzeption des Wohngebiets und die Vorgaben der Bebauungspläne mißachtet.
[Hier der Beweis]

Und wer hat dafür gesorgt, dass die degewo sagen kann, der Senat will das so, und der Senat sagen kann, der Bezirk ist zuständig, und der Bezirk sagt, die degewo kann machen, was sie will?
Das war 2018 der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung als Mitglied des Begleitkreises zur Revision des Stadtentwicklungsplans Wohnen.
[Hier der Beweis]